Onkologie und Chemotherapie

Krebspatienten, die eine Chemotherapie machen müssen, bekommen in einigen Fällen Cannabis-Wirkstoffe. Sie dämpfen die schweren Nebenwirkungen der vielen Arzneien, die Tumoren im Körper attackieren (Cridge & Rosengren, 2013; Velasco et al., 2012).

Zytostatika induzierte Übelkeit und Erbrechen

Eine Vielzahl von Studien, die mehrheitlich bereits in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durchgeführt wurde, belegt, dass Cannabinoide in der Behandlung von Übelkeit und Erbrechen infolge einer Chemotherapie ebenso oder sogar etwas stärker wirksam sind als damals gebräuchliche Antiemetika (zum Beispiel Phenothiazine wie Prochlorperazin und Dopaminantagonisten wie Metoclopramid). Zudem liegen Hinweise vor, dass niedrigdosiertes Dronabinol (2 × 2,5 mg) eine additive Wirkung bei gleichzeitiger Behandlung mit modernen Antiemetika aufweist. In der Therapie der verzögert eintretenden Übelkeit (2–5 Tage nach Zytostatikagabe) war Dronabinol ebenso wirksam wie das Antiemetikum Ondansetron. Insgesamt gelten Cannabinoide heute als Reservemedikamente bei Zytostatika induzierter Übelkeit und Erbrechen.

Weitere Informationen unter: https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=127598

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