Cannabidiol (CBD) ist ein nur schwach psychoaktiver Wirkstoff der Cannabispflanze, der als psychoaktiver „Gegenspieler“ zu THC wirken kann und selbst äußerst interessante therapeutische Wirkungen aufweist. Die genauen Wirkmechanismen sind derzeit Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchungen. Angenommen wird, dass CBD im Körper über viele verschiedene rezeptorvermittelte als auch rezeptorunabhängige Mechanismen auf körpereigene Zellen einwirkt. Zu den Wirkungen von Cannabidiol zählt vor allem seine tumorhemmende Wirkung. Dabei zeigte sich in Tierversuchen, dass CBD in hohen Dosen in körpereigenen Zellen, besonders jedoch in Tumorzellen den „zellinternen Selbstmord“ (Apoptose) induziert und die Gefäßbildung von Tumoren im Zuge der Metastasierung verhindert. Das US-amerikanische National Cancer Institute hat Cannabidiol bereits als Mittel in der Krebstherapie eingestuft, entsprechende klinische Studien sind derzeit im Laufen.

Zur therapeutischen Wirkung von natürlichem Cannabidiol (CBD).

Neben umfangreichen Erfahrungsberichten gibt es derzeit noch wenige klinische Studien. Die jetzigen Ergebnisse resultieren aus Zellversuchen, Tierexperimenten oder Einzelfallbeschreibungen.

  • CBD wirkt entkrampfend. Dieser Effekt wurde für das Cannabismedikament Sativex, das CBD und THC enthält, für die Indikation Spastiken bei Multipler Sklerose nachgewiesen und genutzt.
  • CBD könnte bei anderen Bewegungsstörungen helfen, wie sie als Symptom bei Parkinson auftreten.
  • Cannabidiol zeigt eine nervenschützende Wirkung, verbessert die Bewegungskoordination und entfaltet eine antiepileptische Wirkung, vor allem im Bereich der Kinderepilepsien (z. B. Dravet-Syndrom, Lennox-Gastaut-Syndrom etc.).
  • Neben den eigentlichen Epilepsieerkrankungen kann CBD bei epileptischen Anfällen als Symptom anderer Krankheiten, wie etwa dem Angelman-Syndrom, helfen.
  • Die entzündungshemmende Wirkung von CBD kann unter anderem bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Arthritis, Asthma sowie weiteren Autoimmunkrankheiten unterstützend helfen.
  • Israelische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Knochenbrüche durch die Behandlung mit CBD signifikant schneller verheilen.
  • CBD hilft bei Übelkeit und besitzt neuroprotektive und antibakterielle Eigenschaften.
  • CBD wirkt im Allgemeinen als Radikalfänger und Antioxidans, Letzteres sogar in einem stärkeren Ausmaß als Vitamin C und E.
  • In Summe dürfte CBD über eine positiv regulative Wirkung auf das menschliche Immunsystem verfügen.

Die angstlösende, antipsychotische Wirkung von CBD wird derzeit in Medikamentenstudien bei Schizophrenie-Patienten erforscht. Es wird angenommen, dass CBD ebenfalls eine Reduktion des Diabetesrisikos bewirkt. CBD könnte für den nachgewiesenen präventiven Effekt von Cannabis bei Diabetes verantwortlich sein.

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