Cannabis wird weltweit angebaut und exportiert. In Europa existiert in den Niederlanden, Tschechien, Italien, der Schweiz und seit 2017 auch in Deutschland eine staatlich kontrollierte Produktion von medizinischem Cannabis. In Großbritannien verfügt das Pharmaunternehmen GW Pharmaceuticals über eine Lizenz für den Anbau von Cannabis, um das Cannabismedikament Sativex herzustellen. In den meisten europäischen Ländern erfolgt der Cannabisanbau oft in Indoor-Anlagen, da durch besondere Zuchtbedingungen höhere Ernteerträge als im Freilandanbau erzielt werden. Die Cannabisblüten für medizinische Zwecke stammen überwiegend aus speziell selektierten Sorten, die in Gewächshäusern gezogen werden.

Anbau Medizinalhanf

Die Produktion von Medizinalhanf ist in Österreich der staatlichen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) vorbehalten. Die jährliche Herstellungsmenge ist eine Vereinbarungssache zwischen der AGES und dem deutschen Pharmaunternehmen Bionorica. Das Cannabis-Flos wird exklusiv von der Bionorica über einen Zwischenhändler angekauft, extrahiert und in Form von Dronabinol verkauft.

Industrielle Nutzung

In der öffentlichen Diskussion um Hanf und Cannabis muss unterschieden werden zwischen THC-armem und THC-reichem Hanf. THC-freier Hanf, sogenannter Faserhanf, enthält nur geringfügig psychoaktive Komponenten. Die Nutzung zu industriellen Zwecken ist in Österreich erlaubt. Dabei dürfen aber nur Sorten verwendet werden, die einen THC-Gehalt von höchstens 0,3 Prozent aufweisen und im EU-Sortenkatalog gelistet sind. Gefördert werden durch die Europäische Union nur Faserhanfvarietäten, die nicht mehr als 0,2 Prozent THC in der Trockenmasse enthalten.
Aus dem Rohstoff der Hanffasern lassen sich Dämm- und Isolierstoffe gewinnen, Hanf ist Grundlage für zahlreiche Textil- und Papierprodukte. Aus den proteinreichen Hanfsamen lassen sich kosmetische Präparate, aber auch Nahrungsmittel gewinnen. Die Hanffaser ist ungewöhnlich elastisch, reißfest und dabei haltbar.
Hanf stellt keine besonderen Ansprüche an die Bodenqualität, am besten geeignet sind allerdings tiefgründige, humöse, kalkhaltige Böden mit guter Wasserversorgung, die neutral bis leicht basisch sein sollten.

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